Kappung statt Fällung – Artikel aus waldwissen.net

Baumveteranen sind hierzulande ein seltener Anblick. Die wenigsten Bäume erleben ihre Alterungsphase, da sie aus verkehrssicherheits- oder auch aus ästhetischen Gründen vorher entfernt werden. Dass Altbäume, richtig geschnitten, nur noch geringes Gefahrenpotential aufweisen, wird zu selten bedacht.

Dieser Artikel ist ein Plädoyer dafür, Baumruinen zu erhalten, da sie Lebensraum für unzählige Arten bieten und eben keine Gefahr mehr von ihnen ausgeht. Was von Seiten der Baumpflege dazu beigetragen werden kann, lesen Sie hier.

Link waldwissen.net

waldwissen.net

Achtung: Abgase in der Baumpflege

Die praktizierenden BaumpflegerInnen kennen den Gestank der Kettensägen – z. B. wenn man versucht, in verzwickter Lage einen Wurzelstock rauszuschneiden – weil die Kundschaft es so wünscht oder der Kollege es ungenau vereinbart hat. Ein Bericht in den „bi Medien“ bringt da mehr Licht in’s Dunkel zu dem Thema: LINK

Werkzeug Baumpflege (c) G. Nikodem

BRD: Baumkappungen können jetzt teuer werden

Merkur.de

Dass sich ältere Bäume nicht durch Neupflanzungen ersetzen lassen, ist weithin bekannt. Dass die Konsequenzen für einen falschen Baumschnitt schmerzlich ausfallen können, passiert meist nur in den Zentralräumen. Die kleine Stadt Tegernsee – unweit der österreichischen Grenze in Tirol – setzt man hier nun neue Maßstäbe. Mit Strafen bis zu 500.000 Euro soll wohl vor baumfeindlichem Verhalten abgeschreckt werden. LINK

 

Birke Kappung unsachgemäßer Baumschnitt

Können Bäume Wolken initiieren?

Dämpfe aus Bäumen regen die Bildung von Wolken an.

Diese neue Entdeckung hat Folgen für das Verständnis des Klimawandels.

Weiterlesen auf FAZ.NET

Für Bäume ist es physiologisch aufwendig, diese Stoffe zu produzieren. Die machen das sicher nicht, um Wanderern ihre Waldspaziergänge angenehmer zu machen.“ Wälder, sagt er, könnten nicht weglaufen, wenn es ihnen zu heiß oder zu trocken wird. Wenn sie aber Dämpfe absondern, um die sich Wolkentröpfchen bilden, hätten sie einen wunderbaren Mechanismus gefunden, um ihre Umwelt zu beeinflussen.

 

Baumsturz Pöchlarn

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Pöchlarn: Im Schlosspark brach am 28. Juli 2012 bei einem Orkan ein Kronenteil aus einer Kastanie und stürzte auf Teilnehmer eines Mittelalterfestes. Als Ursache wurde die Freistellung des Baumes identifiziert und nach umfangreichen Prüfungen durch die Staatsanwaltschaft kam es am 28. April 2016 zur Verhandlung gegen die Stadtverwaltung Pöchlarn, welche mit einem Urteil endete. Ob es zu einer Berufung kommt, ist noch nicht bekannt.

Bericht im KURIER

Dieser Fall beweist erneut, dass Bäume vom Baumbesitzer regelmäßig zu kontrollieren sind und dabei Fachleute beizuziehen sind. Qualifizierte Experten können dabei allfällige Schadsymptome klar zuordnen und eine Erhaltung der wichtigen Baumbestände ist in den meisten Fällen ohne aufwändige Maßnahmen möglich. Angst vor Bäumen muß man dabei (fast) nie haben! Wie dieser Fall zeigt, kann der Besuch eine Fachtagung und der Austausch von Wissen und Errfahrung aber recht lohnend sein.

 

Toronto: viele Bäume bringen gesunde Stadtbewohner

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Unbenannt

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Den Zusammenhang zwischen der Dichte an Stadtbäumen und der Gesundheit der Bewohner in Toronto hat eine Studie eindrucksvoll nachgewiesen.

10 zusätzliche Bäume in der Wohnstraße würden sich auswirken wie eine Jahresgehaltserhöhung von $10.000,– oder eine Verjüngung um sieben Jahre.

Durch den Vergleich von Satellitenbildern von Toronto mit den Baumbestandsaufzeichnungen im öffentlichen Raum und Erhebungen von Gesunden-Untersuchungen fand ein Team der University of Chicago unter der Leitung von Marc Berman heraus, dass Menschen, die in einer Wohngegend mit hoher Baumdichte leben, seltener angeben, unter erhöhtem Blutdruck, Herzerkrankungen, Fettleibigkeit oder Diabetes zu leiden. „Die Studie weist „ziemlich eindringlich“ darauf hin, dass das Pflanzen von 4% mehr Bäumen signifikante positive Auswirkungen auf die Gesundheit haben könnte.“, sagte Berman. Der ganz genaue Grund dieser positiven Wirkung ist den Wissenschaftern noch nicht hinlänglich klar. „Liegt es daran, dass Bäume die Luft reinigen? Oder weil sie die Menschen dazu anregen, mehr nach draußen zu gehen und sich zu bewegen? Oder ist es einfach ihre ästhetische Schönheit? Wir wollen das verstehen!“ sagte er.

Die Forscher untersuchten an die 500.000 Bäume in der ganzen Stadt, mit besonderem Augenmerk auf jene, die an Straßen­rändern stehen. Ausgenommen waren Parks und Wildwuchs­flächen.

Faisal Moola, Direktor der David Suzuki Foundation und Professor für Ökologie an der University of Toronto, der ebenfalls an der Studie mitwirkte, sagte, dass die Ergebnisse alternative Möglichkeiten aufzeigen, wie man soziale Probleme behandeln könnte. „Es ist viel einfacher, in die Pflanzung von Bäumen zu investieren, als das mittlere Einkommen aller Einwohner einer Stadt zu erhöhen. Das soll keineswegs davon ablenken, dass wir uns um die systemischen Probleme wie Armut und den Zugang zum Gesundheitssystem kümmern müssen,“ sagte er, „aber die Studie deutet darauf hin, dass auch Umweltfaktoren eine große Rolle für die Gesundheit der Menschen spielen.“

Toronto ist eine vergleichsweise grüne Stadt, doch die Bäume sind nicht gleichmäßig verteilt. In gehobenen Wohngegenden befinden sich weit mehr Straßenbäume als in ärmeren Gebieten oder auch im Finanzdistrikt mitten im Zentrum. „Es würde mich wirklich freuen, wenn die Stadt sich die Ergebnisse ansehen würde und sagt, warum fangen wir nicht an, die weniger grünen Gebiete unserer Stadt aufzuforsten, zusätzlich zu den weiteren sozialen Problemen, die wir angehen müssen.“ sagte Moola.

Eine Verantwortliche der Stadt sagte, dies sei eine hervorragende Verbesserungsmöglichkeit, bei vergleichsweise geringem finanziellen Aufwand.

Der Bürgermeister von Toronto, John Tory, hat angekündigt, das Budget für die Baumpflanzungen bis 2019 von 7 Millionen auf 14 Millionen Dollar zu verdoppeln.

Auch andere Studien sind zu dem Ergebnis gekommen, dass Torontos grünes Dach positive Auswirkungen hat. TD economists haben 2014 herausgefunden, dass die 10 Millionen Stadtbäume einen Wert von 80 Millionen Dollar bezüglich dem Nutzen für den Umweltschutz und Kosteneinsparungen darstellen. Sie nehmen Regenwasser auf und mildern dadurch Überflutungen und Bodenerosion. Sie absorbieren Luftverschmutzungen und wirken gegen den Klimawandel indem sie rund ein Viertel der CO² Emissionen der ansässigen Industrie binden.

Sie sind die Lungen der Stadt.“ sagte Stadträtin Sarah Doucette, „Ja, ich umarme Bäume – und ich liebe es!“

Link zum Beitrag in „the star

oder hier: nature.com

nature

Bäume lernen twittern

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Um die Wirkung des Klimawandels auf Bäume besser erheben zu können, wurde ein Messinstrument entwickelt, welches Daten via Twitter versendet.

Wer mehr dazu lesen will, kann dies bei n-tv.de tun.

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