Bedrohtes Erbgut der Esche

Dass die Esche schwer in Bedrängnis geraten ist, ist nichts Neues. BOKU und BFW arbeiten daran, resistente Exemplare weiter zu vermehren. Dabei brauchen sie Unterstützung von allen, die einen Blick auf die Waldbäume haben. Bitte weiterlesen auf Esche-in-Not.at

 

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Zusammenfassung zum Wissensstand auf 4 Seiten: Download

D: Urteil nach Baumkappung

Dass Baumkappungen kein Kavaliersdelikt sind, hat nun auch ein Gericht in Deutschland erkannt. Der Baumverstümmler mußte letztendlich 5.400,– Euro Strafe zahlen und wohl verstehen, dass Bäume im öffentlichen Raum auch einen erheblichen Wert aufweisen. In Österreich würde hier die Wertermittlung nach der neuen ÖNORM L1123 „Wertermittlung und Schadensberechnung für Gehölze und Vegetationsflächen“ zur Anwendung kommen.
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Baumkappung

Symbolfoto

 

D: Urteil Trier

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Zugversuch und VTA

Im November 2012 ereignete sich in Trier ein folgenreicher Baumsturz. Eine 160 Jahre alte Kastanie mit wesentlichen, sichtbaren Vorschäden stürzte dabei auf zwei Personen. Das Urteil in 2. Instanz erfolgte im Dezember 2014 gegen den Angestellten des Grünflächenamtes. Dabei stützte sich das Urteil im Wesentlichen auf die Aussagen des dritten Sachverständigen.

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3 Billionen Bäumen weltweit

In einer aktuellen Studie (Nature, 2. September 2015, doi:10.1038/nature.2015.18287) zur Schätzung der Baumdichte weltweit wurden zwei Methoden kombiniert, um möglichst genaue Ergebnisse zu erhalten.DSC09469

 

Gemäß den Informationen, die bisher von Satellitenbildern hergeleitet wurden, wurde die Weltbaumpopulation auf 400 Milliarden Bäume geschätzt. Die Genauigkeit einer tatsächlichen Zählung vom Boden aus kann damit freilich nicht gewährleistet werden. Daher haben Forscher die Daten der Satellitenbilder mit Daten von tatsächlichen Zählungen auf 430 000 Hektar Waldflächen aller Kontinente mit Ausnahme der Antarktis kombiniert, um eine höhere Genauigkeit und bessere Schätzwerte auch für unzugängliche Waldgebiete zu erhalten. Der Methodenkombination zufolge ist die aktuelle Dichte mit 3 Billionen Bäumen weltweit viel höher, als ursprünglich angenommen. Gleichzeitig fand man heraus, dass menschliche Eingriffe den größten aller Einflüsse auf die Baumverteilung darstellen. Jährlich werden 15 Milliarden Bäume gefällt; seit dem der Mensch vor ungefähr 12 000 Jahren begonnen hat, Landwirtschaft zu betreiben, ist die Baumanzahl überhaupt um 46% zurück gegangen.

Mit den genaueren Schätzungen ist es möglich, Ressourcenmanagern bei der Abwägung von ökonomischen Vorteilen von Wäldern wie beispielsweise die natürliche Reinigung von Wasser oder die Fixierung des Bodens gegen die Erosion im Gegensatz zu Vorteilen von Holzernten oder Kahlschlag zur Gewinnung von Anbauflächen zu helfen.

„Wir haben keine „neuen Bäume“ entdeckt“, sagt der Ökologe und Leiter der Studie Thomas Crowter vom Netherlands Institute of Ecology in Wageningen, „wir haben vielmehr die ursprünglichen Daten mit zusätzlichen Informationen verbunden und sind somit in der Lage, unsere Schätzungen neu zu überprüfen. Die neue Datenlage verändert weder den aktuellen Forschungsstand bezüglich der Kapazität der Wälder, CO² zu binden, noch soll der Schaden der weltweiten Abholzungen dadurch geringer eingeschätzt werden.“ Die Studie besagt nämlich weiters, dass in feuchten, warmen Gegenden der Erde, in denen sich Wälder günstig entwickeln müssten, diese von menschlichen Aktivitäten wie Ackerbau verdrängt werden.

D: Urteil zum Baumunglück in Trier

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Baum und Recht ist ein regelmäßiger Schwerpunkt in der gut gemachten „Baumzeitung“. Aktuell wird das Berufungsurteil zu dem Unfall in Trier behandelt. Informativ ist hier besonders, wie genau die Entscheidungsabläufe und Verantwortlichkeiten innerhalb der Behörde analysiert wurden. Auch die Suche nach einem unbefangenen Sachverständigen wurde äußerst genau genommen.

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Neue Schaderreger

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Xylella fastidiosa

Wie die Kollegen vom BFW berichten, gibt es mit Xylella fastidiosa ein bislang wohl unbekanntes Bakterium, welches nun auch heimische Baumarten bedroht.

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Kiefernholznematode

Schon etwas mehr bekannter, ist wohl die Kiefernholznematode, die sich schon seit einigen Jahren auf der iberischen Halbinsel ausbreitet und ein enormes Schadpotential aufweist. EU-weit wurden deshalb auch schon Notfallpläne ausgearbeitet. Für Österreich war hier das BFW zuständig – bitte hier: Weiterlesen

 

In Summe ist wohl anzunehmen, dass durch die große Trockenheit im heurigen Sommer viele Bäume geschwächt sind und damit leichter ein Opfer so mancher Schadorganismen werden.

Baum & Wert

In einem kürzlich erschienen Bericht in der Tageszeitung „Der Standard“ wurde auf den gesundheitlichen Wert von Bäumen hingewiesen.

LINK

DerStandard.at

Bei den Baumtagen 2015 in Augsburg wurde berichtet, dass der Temperaturunterschied zwischen Asfalt und von Bäumen beschatteter Fläche zur selben Zeit beträchtliche 15° C. betragen kann. Ein Umstand den wohl viele von uns bei der derzeitigen Hitzewelle nur zu gut kennen.

 

Linzer Baumkataster nun Online

Online-Bauminformationssystem

Seit mehr als 10 Jahren wird von den Mitarbeiterinnen der ehem. Stadtgärten kontinuierlich am Aufbau eines Baumkataster gearbeitet. Seit Frühling 2015 ist man dabei auch auf eine neue Software umgestiegen. Diese wurde nun so eingestellt, dass sich die Bürger die wesentlichen Informationen direkt aus dem Internet holen können. So sieht man z.B. rasch, welche Bäume in der nächsten Zeit gefällt werden. Wir gratulieren jedenfalls den Mitarbeitern für die wertvolle Arbeit.

LINK Online-Bauminformationssystem der Stadt Linz

LINK Pressemeldung Baumkataster Online

Überflutungstoleranz von Jungpflanzen

Hochwasser sind in aller Munde. Sie verursachen Überschwemmungen und extreme Grundwasserstände. Der Mensch versucht, sich dem Einwirkungsbereich des Hochwassers baulich oder räumlich zu entziehen. Bäume sind jedoch fest im Boden verankert und müssen diese Ereignisse über sich ergehen lassen. Wie sich das »Wohlbefinden« junger Pflanzen von fünf Baumarten unter dem Einfluss erhöhter Grundwasserstände verändert, wurde in den Jahren 2011/12 im Ökologisch Botanischen Garten der Universität Bayreuth näher untersucht.

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D: Ein Wochenende – zwei Unfälle

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Baum stürzte auf Sandkasten

FALKENSTEIN. In einem Freibad im oberpfälzerischen Falkenstein ist am Samstagnachmittag ein Baum auf einen Sandkasten gestürzt. Eine Mutter warf sich schützend über ihr Kind, sie und ein anderes Kind wurden verletzt. Die Zitterpappel mit einem Stammdurchmesser von etwa 20 Zentimeter stand außerhalb des Freibadgeländes an einem Bach und war von einem Biber angenagt. Durch eine Windböe wurde das Gehölz umgeworfen. Weiter

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Tödlicher Baumunfall auf Bundesgartenschau

RATHENOW. Auf dem Gelände der Bundesgartenschau wurde am Samstagabend ein Mann von einem herabfallenden Ast erschlagen. Während eines Gewitters brach der Ast mit einem Durchmesser von 25 Zentimeter ab und begrub den 49-Jährigen Besucher unter sich.