RETTE DEN BODEN

Um auf die Notwendigkeit des Schutzes unserer Böden hinzuweisen, wurde eine europäische Bürgerinitiative ins Leben gerufen. Wer unterschreiben will, kann dies hier tun: LINK

Baumkontrolle im Erholungswald

„Visual Tree Risk Assessment“ ist eine Methode für bezahlbare Sicherheit im Erholungswald

Die renommierte Webplattform waldwissen.net veröffentlicht regelmäßig informative Beiträge. Ein aktueller Artikel beschäftigt sich mit einer kosteneffizienten Vorgehensweise am Beispiel eines Erholungswaldes: Link

Trees and the Urban Environment

Die Diskussion aus anderen Ländern zeigt, dass das schwierige rechtliche Umfeld für die Erhaltung der Bäume zunehmend kritisch gesehen wird. Im Folgenden ein Auszug aus dem Origiandokument (Download).

Trees and the Urban Environment – Weighing Risks and Benefits

David J. BALL, 1) John WATT 1) and Neville FAY 2)

Abstract: The presence of mature, broad-leafed trees in urban areas is increasingly evidenced as being beneficial for public health, mental well-being and the environment. Consequently, any loss of such trees should be regarded as increasing risk, potentially with significant consequences. Currently, austerity measures and fragmented policies are tending to miss out on the opportunities presented by a greener environment, and some policies connected with, for example, road safety and highway engineering have the potential to reduce tree presence if disproportionately applied, as does fear of litigation.

 

1) Centre for Decision Analysis and Risk Management (DARM), Middlesex University, School of Science and Technology, London NW4 4BT, UK.

2) Treework Environmental Practice, Monarch House, 1-7 Smyth Road, Bedminster, Bristol BS3 2BX, UK.

 

Das Linzer Baumforum wird sich im Jahr 2017 intensiv mit diesem Thema auseinandersetzen. Mehr dazu in Kürze.

Das geheime Leben der Bäume

Bäume sprechen miteinander, sie haben ein kollektives Gedächtnis. Klingt unglaublich, ist aber wissenschaftlich belegt. SWR4 Redakteur Lars Michael Storm und Filmemacher Beat von Stein haben Förster Peter Wohlleben in seinem Wald getroffen.“ Wie glaubwürdig die Geschichte ist, darf jeder selbst entscheiden.

Hier der Link: Youtube-Film

Den Film zum Thema haben sich schon 360.000 Leute angesehen – hier die Vorschau auf facebook:

 

 

Alter Obstgarten zerstört

Verzweiflung macht sich breit. Kommt ein Baumschneider gelaufen, zerstört einen alten Obstgarten und will sich noch als Baumpfleger verkaufen. Traurig, dass ein gediegener Obstbaumschnitt schon so wenig im kollektiven Gedächtnis verankert ist, dass solche Arbeiten möglich sind. Initiativen dies zu ändern sind wohl dringend nötig.

Rechtsgutachten Baumsicherheit

Studie der Wiener Umweltschutzabteilung

Die Gemeine Wien hat eine umfangreiche Studie zum Thema Baumsicherheit in Auftrag gegeben. Das umfangreiche Dokument (187 Seiten) kann man sich hier downloaden: Umweltrechtliche Haftungsfragen

Hier der aussagekräftige Schluss der Studie: „Und auch das öffentlich rechtliche Allgemeininteresse an der Erhaltung und Wahrung des Baumbestandes als Bestandteil der natürlichen Lebensgrundlage, steht einer derart restriktiven Haftung entgegen. Denn diese, von einem überzogenen Sicherheitsdenken getragene, Judikatur spiegelt sich in der Praxis in einer Zunahme an Baumfällungen wieder. Dabei sind Bäume unersetzlich für unsere Umwelt und nach dem B-VG Nachhaltigkeit 2013 zu schützen. Der Baum ist eben nicht nur Gefahrenquelle und Haftungsobjekt, sondern auch Schutzgut im öffentlichen Recht.“

Johannes Kepler Universität

Ausführlich untersucht wurden auch die Unterschiede zwischen Österreich und Deutschland. Dass in Deutschland immer der Baumeigentümer haftet und nicht – wie in Österreich – der Baumhalter, ist schon bekannt. Spannend ist aber auch der Unterschied im Beweisverfahren. „Ein maßgeblicher Unterschied zwischen der österr und dt Rechtslage besteht aber darin, dass in Deutschland die Baumhaftung nicht auf einer Analogie zur Gebäudehaftung des BGB gestützt wird. Würde man auch diesen Weg gehen, würde sich eine für den Baumhalter bessere Ausgangssituation ergeben. Denn während bei einer Haftung in Analogie zu § 1319 ABGB der Baumhalter den Nachweis erbringen muss, dass er die gebotene Sorgfalt eingehalten hat, hat im Rahmen der Deliktshaftung der Geschädigte den entsprechenden Nachweis zu erbringen.“

Ab Seite 133 werden auch die strafrechtlichen Aspekte für ausführende Baumpfleger durchdacht. Ein realistischer Anwendungsfall ist aber in der Regel nicht zu erwarten.

Der Wiener Gemeinderat hat Ende Juni 2016 den Bundesgesetzgeber beauftragt, aufgefordert die Vorschläge in der Studie zu prüfen und umzusetzen (Download).

Baumkappungen im Kremstal

Noch immer sind Firmen aktiv, die baumzerstörende Schnitte als sachgerechte Leistung verkaufen. Das Bewußtsein, dass hier wertvolles grünes Inventar dauerhaft geschädigt wird fehlt. Auch, dass der Baumbesitzer später mit Mehraufwand und Mehrkosten für verschnittene Bäume aufkommen muß spielt hier keine Rolle. Diese häufigen Schnittarbeiten, einer uns unbekannten Firma, schädigen obendrein das Landschaftsbild im oberösterreichischen Kremstal. Gewerbebehörde und Wirtschaftskammer sind gefordert diesem Unwesen, welches gegen die Regeln der Technik gerichtet ist, mit Entzug des Gewerbescheines zu begegnen.

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